Unser Integrationskonzept - ein Erfolgsmodell

Diese sieben Kernelemente begründen den Erfolg unseres Konzepts:

Individuelles Zukunftsbild

So individuell, wie jeder Mensch ist, so individuell ist das Bild, das er sich von seiner Zukunft macht, mit all seinen Wünschen und Erwartungen. Wir unterstützen deshalb jeden Jugendlichen beim Skizzieren und Konkretisieren seines Zukunftsbildes. Dabei befasst er sich mit Fragen rund um Beruf, Wohnen, Familie, Freundschaften und Freizeit.


Es ist unsere Aufgabe, zusammen mit dem jungen Menschen, sein Zukunftsbild so realitätsnah weiterzuentwickeln, dass wir gemeinsam erste Schritte in Richtung auf die gesetzten Ziele hin definieren können. Diese sollen erreichbar sein, damit sich rasch Erfolge einstellen, welche wiederum Motivation für die Bewältigung der nächsten Schritte wecken.


Berufliche Lernfelder

Die Berufsausbildung kann in einem unserer Ausbildungsbetriebe oder bei einem Verbundpartner im Rahmen des Modells „Supported Education“ absolviert werden. Die Jugendlichen lernen in beiden Modellen unter den Bedingungen realer betrieblicher Anforderungen und Arbeitsabläufe. Unsere eigenen Ausbildungsbetriebe sind keine Lehrwerkstätten, sondern Produktions- und Dienstleistungsbetriebe, welche sich dem üblichen Wettbewerb stellen müssen.


Die Lernenden werden gefördert und gefordert. Angeleitet werden sie von erfahrenen Berufsleuten, die zusätzlich eine agogische Ausbildung (meist in Arbeitsagogik) absolviert haben. Die Ausbildnerinnen und Ausbildner bilden aus, zeigen vor, erklären und instruieren. Sie fordern im Gegenzug vom Jugendlichen Engagement, Motivation, Ehrgeiz und Zuverlässigkeit.


Schulische Lernfelder

Die Lernenden besuchen jede Woche einen halben Tag die Berufsschule. Jugendliche, die eine Ausbildung auf Niveau „Praktische Ausbildung PrA“ machen, besuchen die Berufsschule der Stiftung Bühl. Jene Jugendlichen, die eine „Attestausbildung EBA“ absolvieren, besuchen die öffentliche Berufsschule ausserhalb der Stiftung Bühl.


Soziale Lernfelder

Für die Integration von jungen Menschen sind neben den beruflichen Fähigkeiten in ebenso hohem oder gar noch höherem Masse deren soziale Kompetenzen entscheidend. Zu diesen Kompetenzen gehören unter anderem Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit.

Wir stellen fest, dass viele Jugendliche, die bei uns mit einer Ausbildung beginnen, mehr oder weniger grosse Defizite im Bereich ihrer sozialen Kompetenzen haben. Deshalb setzen wir mit einem unserer Ausbildungsschwerpunkt genau hier an.


Wechsel und Erprobungsmöglichkeiten

Die Lernenden können sich im Verlauf der Ausbildung in unterschiedlichen Arbeitsfeldern erproben und entsprechend vielfältige Lernerfahrungen sammeln. Dies geschieht im Betrieb selber, aber auch in Praktika ausserhalb des Ausbildungsbetriebes. Die Dauer und der Zeitpunkt der Praktika werden individuell festgelegt. Die Kontakte zu Betrieben aus unterschiedlichen Branchen ermöglichen es der Stiftung Bühl, auf die individuellen Wünsche und Fähigkeiten der Lernenden einzugehen. Die Lernprozesse während der Praktika werden durch uns intensiv begleitet und sie bereiten oft den Weg in den 1. Arbeitsmarkt vor. Nicht selten ergeben sich aus erfolgreichen Praktika Möglichkeiten für Anstellungen im Anschluss an die Ausbildung.


Individuelle Unterstützung

Unsere AusbildnerInnen, ArbeitsagogInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, Integrationscoaches und weiteren Fachkräfte begleiten die Jugendlichen durch die gesamte Ausbildungszeit und unterstützen jeden einzelnen Lernenden individuell.


Wir begleiten den Jugendlichen in allen Lernfeldern. Das schliesst die Hilfe beim Erlernen der fachlichen Inhalte ebenso mit ein, wie die Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit KollegInnen und Vorgesetzten. Die Intensität der Unterstützung richtet sich nach den individuellen Erfordernissen.


Unterstützung auch nach dem Abschluss eines Arbeitsvertrages

Nach dem Antritt einer Arbeitsstelle im 1. Arbeitsmarkt werden die jungen Berufsleute im Rahmen einer Nachbetreuung weiter von uns am Arbeitsplatz begleitet mit dem Ziel, ihre berufliche Eingliederung zu stabilisieren.


Wird ein intensives Coaching benötigt, kann dies ebenfalls durch einen unserer Integrationscoaches gewährt werden. Dies setzt allerdings eine Coachingvereinbarung mit der IV voraus.

Wechselt der Jugendliche nach Abschluss der Ausbildung in einen geschützten Rahmen, sorgen wir für einen einwandfreien und professionell begleiteten Übergang ins neue Arbeitsfeld.

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